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Metropolenwachstum im Osten

Dresden und Leipzig überflügeln die meisten West-Städte - Ost-Städte wachsen schneller als viele Regionen im Westen: Neben München nimmt die Bevölkerung in Dresden und Leipzig am raschesten zu. Vor allem junge Akademikerinnen ziehen einer neuen Studie zufolge vom Land in die Großräume. Die Einwohnerzahl der 14 größten deutschen Städte ist im vergangenen Jahrzehnt um drei Prozent gestiegen, zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Am stärksten wachsen der Studie zufolge München, Dresden und Leipzig. In der bayerischen Hauptstadt wohnen demnach elf Prozent mehr Menschen als 1999. In Dresden sind es sieben Prozent mehr, in Leipzig fünf Prozent. In den meisten Städten liege das Bevölkerungswachstum bei drei bis vier Prozent, stellen die Autoren der Studie fest. Die Ruhrgebietsstädte Dortmund, Essen und Duisburg haben dagegen Einwohner verloren. "Besonders junge Erwachsene zieht es in die Städte", sagt Martin Gornig, Autor der Studie. So wachse die Zahlder Erwachsenen bis 25 Jahre in den Großstädten doppelt so schnell wie im Rest des Landes. Außerdem nehme die Zahl der unter 18-Jährigen dort nur halb so stark ab wie im Durchschnitt Deutschlands. Gegen den Trend wachse auch die Gruppe der 25- bis 30-Jährigen in den Städten. In Dresden, Leipzig und München stieg die Zahl der jungen Frauen der DIW-Studie zufolge um 40 Prozent Entscheidend für die Attraktivität der Städte sei, "dass nicht nur die jungen Männer, sondern auch die Frauen dort eher einen Job finden", sagt DIW-Forscher Gornig. Auch bei den höher Qualifizierten seien die Beschäftigungsverhältnisse nicht mehr so stabil. Daher gingen siedorthin, wo sie schneller einen neuen Arbeitsplatz finden, sagt Gornig - "und das sind im Regelfall die großen Städte".

(Gekürzter Auszug vom 11.05.2010: www.spiegel.de)

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